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Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe
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27.03.2012
27.03.2012
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24.11.2011
19.10.2011
19.10.2011
19.10.2011
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28.07.2011
28.07.2011
25.07.2011
22.07.2011
22.07.2011
20.07.2011
20.07.2011
Diverse
Viele Schaufenster sind zugeklebt - Ralph Jansen
Kommentar zu den Leerständen in der Fußgängerzone - Ralph Jansen
Keine Erhöhung der Parkgebühr - Dennis Vlaminck
Bergheim langt bei der Hundesteuer kräftig zu - Dennis Vlaminck
Kommentar: Bahnhofsarkaden, Am Nasenring durch Bergheim - Dennis Vlaminck
Auf der Suche nach neuem Anker - Dennis Vlaminck
"Wer leidet, muss auch entschädigt werden" - Britta Wonnemann
Nur ein Block in Niederaußem geplant - Dennis Vlaminck
RWE bekräftigt Pläne für Biogas-Projekt - Wilfried Meisen
Freiraum setzte Geld der Stadt nicht für Vereinszwecke ein - Dennis Vlaminck
Kommentar zur Prüfung des Vereins Freiraum - Dennis Vlaminck
Große Pläne für das Fortunabad - Joachim Röhrig
Die Badenden können wieder kommen - Dennis Vlaminck
Kommentar zur Öffnung des Schwimmbads - Dennis Vlaminck
Ersehnter Baubeginn ist nicht in Sicht - Dennis Vlaminck
Kommentar: Zwischenbericht zu den Bahnhofsarkaden - Dennis Vlaminck
Diverse Artikel über / von der bma
Dienstag, 27. März 2012
Von Ralph Jansen
Viele Schaufenster sind zugeklebt
FUSSGÄNGERZONE Sorge bereiten vor allem die Leerstände am Aachener Tor - Drexler fordert Konzept von der Stadt
Vor einigen Tagen erst machte die Schlecker-Filiale in der Bergheimer Fußgängerzone zu. Inzwischen sind die Schaufenster mit Papier zugeklebt. Ostern ist aber auch für das Schwester-Unternehmen Ihr Platz Sabbat. Als einzige Filiale im Kreis ist sie von der Schlecker-Insolvenz betroffen. Verkäuferin Christiane Kumm würde schon bald auf der Straße stehen, doch zum Glück gibt es ihre Tante: "Sie hat eine Postagentur in Leverkusen, dort kann ich arbeiten." Ihre Wohnung in Bergheim muss die 19-Jährige aber aufgeben: "Andere in unserem Geschäft trifft es noch härter."
Insgesamt acht Mitarbeiter gebe es bei Ihr Platz in Bergheim, weiß Kumm, davon viele 400-Euro-Kräfte. Andere Stellen seien bislang nicht angeboten worden, das treffe besonders ältere Mitarbeiter hart. "Ich bin sehr negativ überrascht, dass diese Filiale schließt", sagt die Kundin Ulrike Wirtz aus Bergheim. "Dabei haben die Geschäftsräume so einen einfachen Zugang von der Fußgängerzone aus." Auch eine andere Passantin ist entsetzt über die vielen Leerstände in der Fußgängerzone: "Und die übrig gebliebenen Läden verkaufen alle dasselbe", schimpft sie.
In der Nähe des Aachener Tores stehen besonders viele Geschäftsräume leer. Immer mehr konzentriert sich der Handel in der Bergheimer Mitte in der Nähe von Kaufland. Die Buchhandlung Moewes zog erst unlängst vom Aachener Tor an die Kleine Erft. Unter der Hand wird schon gemunkelt, dass bald auch noch weitere, zum Teil prominente Geschäfte in Richtung Kaufland oder Bahnhof wollen.
Dr. Drexler, Vorsitzender der Werbe- und Interessengemeinschaft Bergheim (Wig), ist entsetzt über diese Entwicklung: "Ich sehe diese Entwicklung mit äußerster Bestürzung, bin hilflos und auch ein Stück weit sauer. Ein Konzept muss her. Wir können doch nicht dasitzen und nichts tun." Die Einzelhändler klagten darüber, dass die Schaufensterfronten besonders in der unteren Fußgängerzone am Aachener Tor im Vergleich zu den Läden zu klein seien. Aber dann müsse man etwas ändern: "Vielleicht müssen wir die Fußgängerzone teilweise wieder für den Verkehr öffnen, vielleicht müssen wir mehr Seniorenwohnungen um die Fußgängerzone errichten oder bestehende Häuser umbauen, wie das von Experten schon vorgeschlagen wurde, vielleicht müssen wir am Aachener Tor die Gastronomie stärken - egal was, aber man muss sich für eine Richtung entscheiden", findet der Rechtsanwalt, der selbst am Aachener Tor seinen Sitz hat: "Es wird ja immer schlimmer."
Die Stadt müsse mehr in die Wirtschaftsförderung investieren, fordert Drexler. Schließlich habe Bürgermeisterin Maria Pfordt die Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt. "Manche Sachen muss die Stadt machen", sagt Drexler, "Nämlich mit allen Hauseigentümern zu verhandeln. Das schaffen wir von der Wig nicht."t."
Christian Brink, Leiter der Wirtschaftsförderung, verbreitet Optimismus. "Das Schlecker und Ihr Platz schließen, ist Konzernsache. Ich bin sicher, dass wir die beiden Ladenlokale bald wieder vermietet haben werden". Außerdem habe die "mittlere Fußgängerzone" mit der Buchhandlung Moewes, dem Cafe Meyer, Gerry Weber und anderen aktuell "gute Erfolge vorzuweisen". Für das Umfeld des Aachener Tores räumt Brink allerdings Schwierigkeiten ein: "Dieser Bereich muss mehr Aufenthaltsqualität bieten, sei es für Gastronomie oder für Verwaltungsunternehmen mit Büros."
KOMMENTAR Zu den Leerständen in der Fußgängerzone
Nicht blindwütig weiterbauen
Die Bergheimer Fußgängerzone ist richtig schön. Die Cafes und Eisdielen sind nett. Wenn die Sonne scheint, strömen die Menschen ins historische Städtchen. Aber nur dann. Abends ist nicht viel los und bei schlechtem Wetter auch nicht - besonders am Aachener Tor. Für viele Geschäftsleute lohnt es sich nicht mehr, dort zu investieren. Seit langem gibt es Leerstände. Rat und Verwaltung haben in den vergangenen Jahrzehnten meist auf Wachstum gesetzt, um die Misere zu bekämpfen - ohne großen Erfolg.
Einfach immer mehr Verkaufsfläche zulassen, hat nichts gebracht. Weder das tolle Kaufhaus, noch der große Elektronikmarkt, noch das überregional bedeutende Bekleidungshaus haben sich deshalb in Bergheim niedergelassen. Stattdessen bekamen die Menschen zumeist nur das, was sie schon hatten: günstige Bekleidungsketten und Vollsortiment-Supermärkte, die mit ähnlichen Produktpaletten um Kunden ringen. Auch Aldi und Lidl kämpfen mit um diese Kunden, aber von der Grünen Wiese außerhalb der Innenstadt aus. Das hat die Politik zugelassen. Die Politiker könnten aus Schaden klug werden, denn sie waren es, die in den 90er Jahren eine Reihe Baumärkte genehmigten. Einige machten schnell wieder dicht. Es dauerte lange, bis Nachmieter gefunden waren. In der Innenstadt sollte niemand so blind weiterbauen, sonst gibt es noch mehr Leerstände.
Besser ist es, die City in attraktive Bereiche aufzuteilen: Gastronomie am Aachener Tor und ein gutes Warenangebot in der Mitte, das klingt vernünftig. Vielleicht kommen dann Investoren für Elektronik, Kino und Kleidung hinzu.
Samstag, 24. März 2012
Von Dennis Vlaminck
Keine Erhöhung der Parkgebühr
HAUSHALT Politiker planen Abschaffung im Jahr 2014 - Erst einmal Ausweitung der Zonen
Für die meisten Parkplatzsucher in Bergheim wird sich vorerst wohl nichts ändern: Im Planungsausschuss hat sich eine große Mehrheit gegen eine Erhöhung der Parkgebühren gefunden. Aber: Weil im Haushalt nun rund 200 000 Euro an geplanten Einnahmen durch die Erhöhung fehlen, muss das Geld aus einer anderen Quelle kommen. So sollen die gebührenpflichtigen Flächen ausgeweitet werden, etwa am Aachener Tor oder auch in Niederaußem, wo das Parken derzeit noch komplett frei ist. Dafür wird die Stadt für 44 000 Euro elf neue Parkscheinautomaten kaufen und aufstellen lassen. Die Stadtverwaltung soll zudem prüfen, inwieweit Politiker-, Mitarbeiter- und Behördenparkplätze in die Parkgebührenregelung einbezogen werden können.
Die letzte Entscheidung trifft voraussichtlich der Stadtrat am Montag, 26. März, 17 Uhr. Doch schon jetzt zeichnet sich nach nichtöffentlichen Gesprächen im Arbeitskreis Finanzen ab, dass sich die FDP mit ihrem Vorschlag durchsetzen wird - demnach werden die Parkgebühren ab 2014 abgeschafft. Parkscheiben sollen dann dafür sorgen, dass die Parkplätze nicht allzu lange besetzt bleiben - und auch die Politessen noch ausreichend Einnahmen für die Stadt erzielen können. "Das Gefühl ist einfach ein anderes, wenn man beim Einkaufen kostenlos parken kann", sagt Alfred Friedrich (FDP).
Keine Senkung der Steuern
Für Gesprächsstoff sorgt die Art und Weise, wie die FDP den Einnahmeausfall kompensieren will: über den Verzicht auf die eigentlich in Aussicht gestellte Senkung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer B. Die SPD etwa enthielt sich noch bei der Frage, ob die Steuer weiter hoch gehalten werden soll. "Auch wir würden gerne ganz auf die Parkgebühren verzichten, aber das können wir uns nicht erlauben", sagte Manfred Schellin (SPD). "Wir wollen eine Politik mit Konstanz. Eigentlich müssten die Parkgebühren so bleiben." Die SPD-Fraktion will sich nun noch einmal beraten und ein Votum im Stadtrat abgeben.
Die Grünen sprachen sich dafür aus, die Grundsteuer B wie geplant 2014 zu senken. "Es wäre ein Signal an die Bürger, dass sie auch Geld zurückbekommen", sagte Fraktionsvorsitzender Peter Hirseler. Dass die Gewerbesteuer nicht gesenkt werde, verstehe sich von selbst. Die werde zum großen Teil von fünf bis sechs Unternehmen getragen, "denen das Geld nicht wehtut". Kritik übte Hirseler an dem Vorhaben, für 2013 zusätzlich Parkautomaten anzuschaffen, um die Parkgebühren 2014 wieder abzuschaffen. "Wie viele Merkwürdigkeiten wollen wir den Bürgern noch zumuten?"
Eine Vereinheitlichung soll es bei der sogenannten Brötchentaste für kostenloses Kurzzeitparken geben. Während der Autofahrer in Quadrath-Ichendorf derzeit noch einen Parkschein für 30 Minuten bekommt, sind es in Bergheim-Mitte nur 15 Minuten. Künftig sollen es einheitlich 20 Minuten sein.
Auf Antrag der SPD wird geprüft, ob im Parkhaus an der Marienstraße gleich neben dem Krankenhaus eine andere Regelung möglich ist als bisher mit Parkschein. Es sei zu überlegen, ob die Nutzer nicht erst beim Verlassen des Parkhauses für die tatsächliche Parkdauer zahlen. Viele Menschen hätten Termine im Krankenhaus, bei Ärzten oder in der Ambulanz mit nicht abschätzbaren Wartezeiten. "Im Sinne der Bürgerfreundlichkeit wäre dies eine gute Lösung", heißt es im Antrag.
Donnerstag, 24. November 2011
Von Dennis Vlaminck
Bergheim langt bei der Hundesteuer kräftig zu
FINANZEN Stadt rechnet mit 40 000 Euro Mehreinnahmen - Grüne plädieren für Bonus bei Tod eines Tieres
Die Stadt Bergheim wird für Hundehalter zum teuersten Pflaster im Rhein-Erft-Kreis. Der Finanzausschuss hat sich dafür ausgesprochen, die Hundesteuer ab dem 1. Januar anzuheben. Um mindestens 10 Prozent sollen die Steuersätze steigen, je nach Zahl der Hunde. Für einen Hund zahlen Herrchen und Frauchen dann 99 statt bisher 90 Euro, bei zwei Hunden sind je Tier 120 statt 108 Euro fällig, bei drei Hunden sogar 147 statt 132 Euro je Hund.
Mitte des Jahres waren etwas mehr als 4000 Hunde in Bergheim gemeldet, deutlich über 3000 waren "Einzelhunde", für die also der einfache Steuersatz anfällt. Die Stadt erhofft sich von der Erhöhung der Steuer jährliche Mehreinnahmen von knapp 40 000 Euro. Derzeit liegen die Steuereinnahmen bei bei rund 380 000 Euro. Die Stadt setzt sich mit der Erhöhung bei den Hundesteuersätzen kreisweit an die Spitze, sofern nicht auch andere Kommunen noch die Sätze anziehen. Bisher lagen die Bergheimer noch gleichauf mit den Kerpenern. Am günstigsten ist die Tierhaltung in Elsdorf: Hier kostet das Halten eines Hundes im Jahr 54 Euro - fast die Hälfte wie in Bergheim. Doch auch die Stadt Elsdorf will die Sätze anheben.
In Bergheim wollen CDU, FDP und die bma die geplante Erhöhung in einer Woche auch im Stadtrat durchsetzen. SPD, Grüne und Pro NRW sprachen sich gegen die Steuererhöhung aus. "Es kann doch nicht sein, dass die Hundesteuer unseren Haushalt saniert", klagte etwa Marianne Rzadki von den Grünen. Das Ende der Fahnenstange sei erreicht, man könne den Bürgern doch nicht unentwegt das Geld aus der Tasche ziehen. "Man sollte lieber darüber nachdenken, o man Hundehaltern, die ihr Tier jehrelang gepflegt und es nicht ausgesetzt haben, einen Bonus zahlt, wenn der Hund stirbt."
"Sie drücken ohne vernünftigen Hintergrund auf die Tränendrüse", so Johannes Hübner für die CDU dagegen. Der städtische Haushalt, der die Hundesteuererhöhung bereits vorsehe, sei zudem vor einem halben Jahr auch mit den Stimmen der Grünen verabschiedet worden. Friedrich Hölter (SPD) rieb sich daran, dass die Steuern erhöht werden, noch bevor die von seiner Fraktion vorgeschlagene Hundezählung überhaupt abgeschlossen sei. "Wir kennen die zusätzlichen Hundeanmeldungen und damit auch die Mehreinnahmen noch gar nicht." Die Stadt brauche diese Steuereinnahmen nicht. Hölter: "Wir haben genug Einsparpotential an anderen Stellen."
Die Zählung der Hunde soll noch bis zum 25. November und damit rund sechs Wochen dauern, bis zum 9. November waren 220 Hunde zusätzlich angemeldet worden. "Die Steuereinnahmen sind wichtig, die Zählung wird keine nennenswerte Erhöhung bringen", sagt Berthold Schulz (bma). Jedoch dürfe im nächsten Jahr nicht erneut an der Steuerschraube gedreht werden. "Hundebesitzer sind zu einem großen Prozentsatz nicht bedürftig, zudem ist es lediglich eine ganz kleine Erhöhung", sagte Alfred Friederich (FDP).
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Von Dennis Vlaminck
KOMMENTAR Zu den Bahnhofsarkaden
Am Nasenring durch Bergheim
Erst war es die Finanzkrise, die das Prestigeobjekt Bahnhofsarkaden in eine Warteschleife setzte, dann platzte die Hoffnung auf einen Magneten wie "Saturn" oder "Mediamarkt2, nun zieht sich der Zweite-Wahl-Anbieter "Alphatec" zurück - man kann wahrlich nicht behaupten, dass den Bergheimern das Glück hold ist. Zu allem Überfluss dürfen sich die Politiker vom Investor düpiert, ja gar am Nasenring durch Bergheim geführt fühlen. Neun Monate lang nicht zu erfahren, dass der Ankermieter weg ist, kann keinem Ratsmitglied schmecken. Wer in dieser langen Zeit den Bürgern von dem Elektronikmarkt vorgeschwärmt hat, muss sich nun korrigieren. Es ist ein Offenbarungseid der Politik, wenn ein Ratsherr einräumen muss, dass man zur GEG keine Alternative hat.
Doch lässt man den unschönen Umgang beiseite und betrachtet nur das Projekt, hat auch die inzwischen achte(!) Variante zu den Bahnhofsarkaden noch immer ihren Charme. Denn: Sie verfügt immer noch über einen Unterhaltungselektonikmarkt, der im Angebot der Kreisstadt Bergheim schmerzlich vermisst wird und mit "Medimax" einen klangvolleren Namen hat als "Alphatec", und sie füllt weitere Nischen, etwa bei Sportartikeln und bei Herren- und Damenbekleidung. Und sie gestaltet den Eingang aus Richtung Quadrath-Ichendorf attraktiv.
Aber die Variante acht birgt auch Gefahren. Wenn ein neuer großer Lebensmittelmarkt etwa einen Hit ausbluten lässt, entsteht im Zentrum eine Riesenruine. Die Bedburger schlagen sich nach der Eröffnung des Real am Stadtrand mit einem leerstehenden Toom-Markt im Stadtkern herum. Etliche Steuerzahler-Millionen sind schon fruchtlos in das Gebäude geflossen. Ähnliches kann in Bergheim niemand wollen.
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Von Dennis Vlaminck
Auf der Suche nach neuem Anker
BAHNHOFSARKADEN Ein Markt hat abgesagt, ein anderer kommt vielleicht, wenn ein Vollsortimenter gefunden wird
"Wie Sie ja alle wissen, haben wir Alphatecc als Ankermieter verloren." So begann Andreas Tischler von der Kölner Grundstückentwicklungsgesellschaft Göttsch (GEG) seinen Vortrag. Nein, das wussten die Damen und Herren im Bergheimer Stadtrat nicht, zumindest wirkte die Überraschung auf Seiten der Minderheitsfraktionen sehr überzeugend.
Dementsprechend löste die Nachricht, dass der im Januar von Tischler angekündigte Elektronikmarkt noch doch nicht der Magnet für die sehnlichst erwarteten Bahnhofsarkaden wird, Empörung bei SPD und Grünen aus - der Stadtrat war rund neun Monate lang im Unwissen gelassen worden, den Alphatecc hatte sich laut Tischler bereits kurz nach der Zusage wieder zurückgezogen. "Die Alphatecc-Mutter Globus hat keine Rückendeckung für die Expansionspläne gegeben." In der Elektronikbranche gebe es derzeit starke Zweifel, ob Marktstandorte gegen den wachsenden Internethandel bestehen können.
"Keine Probleme, nur Lösungen"
Dass er den Stadtrat gar nicht und die Stadtverwaltung erst vor einigen Wochen über den Verlust ds Ankermieters, also eines Geschäfts, das andere Läden anlockt, informiert hat, begründete Tischler so: "Wir wollen keine Probleme präsentieren, sondern Lösungen." Die Lösung beinhaltet immer noch einen Markt für Unterhaltungselektronik, wenn auch nur noch mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern im Obergeschoss statt wie einst geplant 1800 Quadratmetern - das Unternehmen Medimax, das bereits in Bedburg und Frechen vertreten ist, hat Interesse bekundet. Noch gebe es Zweifel in der Konzernzentrale, ob in Bergheim das nötige Umsatzvolumen erreicht werden könne, berichtete Günter Bock, Expansionsleiter bei Medimax, der ebenfalls in den Ratssaal gekommen war. "Wir wollen aber eine Entscheidung bis Weihnachten herbeiführen." Diese Entscheidung hängt auch von einer Bedingung ab, die die GEG erfüllen müsste: Als Ankermieter, der ausreichend Kunden anlockt, müsse ein Lebensmittel-Vollsortimenter in die Bahnhofsarkaden einziehen - eine Vorgabe, die vielen Ratsmitgliedern nicht schmeckte, da es mit Rewe, Hit und Kaufland bereits ausreichend Lebensmittelmärkte im Bergheimer Zentrum gibt. Statt eines Lebensmittelmarktes mit ursprünglich 800 Quadratmetern Fläche sollen es nun 2200 Quadratmeter sein. "Unsere anderen Standorte funktionieren dort, wo es einen guten Branchenmix gibt", sagt Bock.
Das hätte zwar keine Folgen für das äußere Erscheinungsbild der Bahnhofsarkaden, sehr wohl aber für das Innenleben. Die Grundrisse der Läden wurden noch einmal kräftig durchgemischt, vor allem im Obergeschoss, damit jeder Mieter ausreichend Frontfläche und damit Werbemöglichkeit hat. Weiter als Mieter in Aussicht sind C&A gleich im Eingangsbereich und Intersport als Sportartikel-Anbieter.
"Auf der Zielgeraden"
Johannes Hübner (CDU) äußerte "Verständnis für wirtschaftliche Unwägbarkeiten" und zeigte sich bereit, "gewisse Dinge mit der Faust in der Tasche" zu ertragen. "Wir tragen das noch eine Weile mit, wenn Sie uns versichern, dass wir auf der Zielgeraden sind", sagte er an Tischlers Adresse. Für die SPD äußerte Friedrich Hölter die Sorge, "ob man mit solch einer Lösung nicht mehr kaputtmacht" - vor allem der Hit-Markt an der Stadtmauer werde zu kämpfen haben.
Ähnliche Bedenken trug auch Peter Hirseler (Grüne) vor, doch ließ er auch durchblicken, mit einem weiteren Lebensmittelmarkt leben zu können. Alfred Friedrich (FDP) freute sich, dass mit Medimax ein in der Region bereits etablierter Elektronikmarkt Interesse bekundet, sich in Bergheim anzusiedeln. Und Helmut Tillmanns (bma) erinnerte daran, dass das vom Rat beschlossene Einzelhandelskonzept einen Vollsortimenter durchaus vorsehe. Dieter Hunke (SPD) zeigte die Machtlosigkeit des Rates gegenüber der GEG bei dem Projekt auf:"Soll es jemand anders machen? Ja, wer denn dann? Niemand."
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Von Britta Wonnemann
"Wer leidet, muss auch entschädigt werden"
KRAFTWERK CDU, FDP und bma begrüßen RWE-Pläne, regen aber Entlastungsstraße an
"Wir sind froh über das Ergebnis", sagt Johannes Hübner. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Bergheim zeigt sich ebenso wie seine Kollegen Alfred Friedrich (FDP) und Helmut Tillmanns (bma) zufrieden mit den Plänen von RWE Power für das Kraftwerk Niederaußem. "Es ist beruhigend, dass es ein Fortkommen für den Standort und für die Bevölkerung gibt", erklärte Hübner.
Die drei Fraktionsvorsitzenden hatten RWE Power schon kurz vor der öffentlichen Vorstellung der Pläne kontaktiert, um den Konzern an seine "Hausaufgaben" zu erinnern. In einem Schreiben an Vorstandsvorsitzenden Johannes Lambertz verwiesen sie darauf, was bereits 2007 bei den Verhandlungen zur Kraftwerkserneuerung von der Politik gefordert worden sei: Ein Neubau eines BoA-Blocks nur bei entsprechender Stilllegung von alten Blöcken, eine deutliche Verringerung der Kühlturmhöhe und der sichtbaren Schwaden sowie weniger Emissionen aus dem Kraftwerk.
RWE Power will die Anlage in Niederaußem um einen Block in Richtung Rheidt-Hüchelhoven erweitern. Er soll weniger Kohle benötigen und ebenso wie die Kühltürme wesentlich niedriger als bisher ausfallen. Dafür sollen vier ältere Blöcke stillgelegt werden.
Tillmanns zeigte sich erleichtert, dass von einer "Standortkonzentration" - ursprünglich waren vier BoA-Blöcke in Niederaußem geplant - keine Rede mehr sei. Die Stadtverordneten betonen, dass die Sicherung des Standorts wichtig für Bergheim sei. Es müsse aber auch an die Wünsche der Bürger gedacht werden. Weil die Stadt besonders durch die von RWE Power betriebene Industrie betroffen sei, hoffen die Politiker nun auf weitere Zugeständnisse. Ebenfalls 2007 sei von der Politik angesprochen worden, dass die Belastungen etwa durch die Entlastungsstraße für Niederaußem erträglicher würden. "Da könnte man noch mal drüber diskutieren", betont Friedrich. "Wer leidet, muss auch entschädigt werden":
Die FDP hat zudem bereits im Umweltausschuss beantragt, mit RWE über mögliche Beteiligungen der Stadt oder der Stadtwerke an der Biogasanlage zu sprechen, die im Gewerbegebiet Paffendorf gebaut wird, ebenso eine Beteiligung an künftigen Windparkanlagen.
Die drei Fraktionsvorsitzenden regen auch an, ob in Bergheim nicht weniger Standorte für Windräder festgelegt werden könnten als in anderen Orten, da die Stadt sowieso schon industriell belastet sei. "So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich", lautet der Wunsch. Dennoch sollte Ähnliches wie in Bedburg angestrebt werden: Dort wird an einer Kooperation zwischer der Stadt und RWE Innogy gearbeitet, um vom geplanten Betrieb zahlreicher Windräder auf der Königshovener Höhe zu profitieren.
Beim SPD-Stadtverband wird das Thema Kraftwerk in einer Mitgliederversammlung am Samstag, 12. November, dikutiert, wie Vorsitzender Kai Faßbender mitteilte.
Samstag/Sonntag, 8./9. Oktober 2011
Von Dennis Vlaminck
Nur ein Block in Niederaußem geplant
KRAFTWERK RWE Power will Anlage mit BoA-Plus erweitern - Investition von 1,5 Milliarden Euro
Der Energieerzeuger RWE Power will sein Kraftwerk in Niederaußem in Richtung Rheidt-Hüchelhoven erweitern. Am Freitag hat das Unternehmen bei der Bezirksregierung Köln den Antrag auf Änderung des Regionalplans eingereicht - Auftakt für das Genehmigungsverfahren, das laut RWE Power in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein könnte. Gebaut werde erst, wenn die Genehmigungen rechtssicher seien. "Nur wenn wir über nicht mehr klagbare Genehmigungen verfügen, können wir anschließend die finale Bauentscheidung treffen", sagt Vorstandsvorsitzender Johannes Lambertz. Als Bauzeit für das Braunkohlenkraftwerk kalkuliert er drei bis vier Jahre.
Zwei Kessel
Von der ursprünglichen Planung, zwei 1100 Megawattblöcke zu errichten, ist das Unternehmen inzwischen abgerückt. Für 1,5 Milliarden Euro soll der Standort nun um einen 1100 Megawattblock erweitert werden, also mit der gleichen Leistung wie das bestehende "Blockkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA). Der neue Block soll den Namen BoAplus tragen. Flexibler, leistungsfähiger, weniger Kohlenverbrauch, weniger Emissionen - all das sollte den Block ausmachen, verspricht Lambertz. Man behalte sich die Option offen, weitere 1100 Megawatt Leistung eventuell an einem anderen Standort einzurichten.
BoAplus werde über zwei Kessel verfügen, die nach Bedarf hoch- oder runtergeregelt werden können. "Sonne und Wind sind nicht immer verfügbar", sagt Lambertz. Moderne Kraftwerke müssen flexibel Strom produzieren können, "um die schwankende Einspeisung von Wind und Sonne aufzufangen."
BoAplus werde zudem den von BoA weltweit unerreichten Höchstwert von 43 Prozent beim Wirkungsgrad noch übertreffen. 45 Prozent erreiche BoAplus, das heißt, der Anteil der Energie aus der Kohle, der ungenutzt durch den Schornstein verschwindet, sinkt auf 55 Prozent. Um die gleiche Menge Strom zu erzeugen, wird weniger Kohle benötigt. "Unsere Anlage ist ein echtes Plus für die Umwelt", sagt Lambertz. Auch Biomasse könne in der Anlage verfeuert werden. Bis zu zehn Prozent des Brennstoffs, bis zu 700 000 Tonnen, könnten eingesetzt werden - laut RWE Power werde die Anlieferung "möglichst per Bahn oder Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften und somit anwohnerverträglich erfolgen".
Mit zwei Kesseln
Auch bei einigen anderen Punkten hofft das Unternehmen darauf, dass die Nachbarn sie zu schätzen wissen. Weil der Block mit zwei Kesseln arbeitet, soll er deutlich niedriger ausfallen als etwa der BoA-Block. Auch der Kühlturm werde mit 100 Metern Höhe nur noch halb so hoch wie alte Anlagen. Lambertz: "Ein wirklich sichtberer Vorteil für die Anwohner." Durch eine spezielle Technik sollen kaum noch Schwaden entstehen. Auch werde etwa mit 23 Hektar nur die Hälfte der einst geplanten Fläche benötigt.
Mit der Inbetriebnahme von BoAplus will RWE Power vier ältere 300-MW-Blöcke entgültig stilllegen. Nach Unternehmensangaben würden mit dem neuen Block 1000 Arbeitsplätze am Standort gesichert. Tatsächlich aber wird die Zahl der Jobs wegen des Einsatzes moderner Technik sinken, wahrscheinlich um bis zu 100. "Trotzdem, für uns ist das ein guter Tag", sagt Harald Könen, Betriebsratsvorsitzender in Niederaußem. Bis zur möglichen Inbetriebnahme 2018 ließe sich diese Zahl durch Fluktuation erreichen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz NRW kritisiert die Pläne: "Braunkohlenkraftwerke sind eine Energieerzeugungstechnologie von vorgestern." RWE Power will BoAplus in Niederaußem bei einem Tag der offenen Tür am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Oktober, 11 bis 18 Uhr, vorstellen.
KOMMENTAR
Von Simon Lorenz
Zum geplanten neuen Kraftwerksblock
Schrumpfende Riesen
Kleiner, schneller, flexibler, inteligenter steuerbar - das klingt erstmal gut. Doch es ist auch ein Symbol für das schwindende Selbstbewusstsein der Energieriesen in Deutschland. Die Steigerung des Wirkungsgrades, also der besseren Energieausnutzung der Braunkohle, ist mehr als bemerkenswert, begrüßenswert ist auch, dass der Block flexibler zu handhaben sein soll. Das macht die Kohle ein Stück zukunftsfest. Das ist vor allem wichtig für die Mitarbeiter in der Region und alle Arbeitsplätze, die davon provitieren. Bemerkenswert ist allerdings auch, wie stark der Klimaaspekt bei der Präsentation der Pläne betont wurde. Der neue Block mitsamt seiner Technologie unterstütze sogar die Energiewende. Man spürt, nach Fukushima bläst RWE reichlich Gegenwind ins Gesicht. Wurden in früheren Zeiten gerne die schiere Größe, die Leistungskraft in den Vordergrund gerückt, geht RWE Power jetzt den entgegengesetzten Weg. Natürlich werden auch die Innovationen betont, neu ist aber, dass es offenbar einen Paradigmenwechsel gegeben hat und Größe nicht mehr die zentrale Rolle spielt. Ob unter dem Druck der Energiewende oder aus wirtschaftlichen Gründen sei dahin gestellt. Wenn der Block gebaut wird, wäre es der Beweis, dass sich auch Riesen schnell an neue Bedingungen anpassen können.
Dienstag, 6. September 2011
Von Wilfried Meisen
RWE bekräftigt Pläne für Biogas-Projekt
ENERGIE Anlage in Bergheim soll 7,4 Megawatt leisten - 500 Hektar Anbaufläche notwendig
Die in Bergheim-Paffendorf vom Unternehmen RWE Innogy geplante Biogas-Anlage wird kommen. Dies wurde jetzt auf der Landespressekonferenz des Unternehmens RWE in Essen noch einmal betont. Zwar wurde dabei kein Stichtag für den Baubeginn genannt. Wie ein Sprecher von RWE Innogy erläuterte, nehme das Projekt aber "Fahrt auf". RWE sei in Sachen Rohstoffeinsatz und Vermarktung des gewonnenen Biogases einen "erheblichen Schritt" weitergekommen.Auf der Konferenz wurden eine Reihe von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien vorgestellt, die das Unternehmen bis 2020 vorantreiben will. Darunter ist neben einem 20-Megawatt-Windpark in der Gemeinde Titz auch die rund 13-Millionen-Euro teure Biogas-Anlage in Paffendorf.
RWE Innogy will die Anlage bauen und betreiben, die 7,4 Megawatt leisten wird. RWE Power wird dann dafür die benötigten Rohstoffe liefern: Mais- und Ganzpflanzensensilage, Zuckerrüben, Luzerne und Gülle. Die Rohstoffe sollen aus der regionalen Landwirtschaft im Umfeld der Tagebaue kommen.Dafür, so hieß es seinerzeit, seien rund 500 Hektar Anbaufläche nötig. Fünf landwirtschaftliche Betriebe könnten von der Zulieferung für das Biogaswerk ihre Existenz sichern.Das erzeugte Rohbiogas wird auf Erdgasqualität aufbereitet und dann als Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist oder in KKW-Anlagen (Kraft-Wärme-Koppelung) in der Region eingesetzt.
Am Rande Paffendorfs
Die Biogas-Anlage soll auf einem Grundstück am Rande des Paffendorfer Gewerbe- und Industrieparks errichtet werden. Das Areal grenzt an die Kreisstraße 41, die vom Kreisel am Paffendorfer Ortsrand und über die Autobahn 61 nach Elsdorf führt. Schon vor zwei Jahren hatte die Stadt Bergheim den für das Projekt nötigen Bebauungsplan beschlossen und zuvor auch die Bürger beteiligt.Zunächst hatte es Bedenken wegen einer möglichen Lärm- und Geruchsbelastung gegeben. Diese Bedenken seien aber ausgeräumt worden, sagt die Stadt. Die Anlieferung der Rohstoffe und der Abtransport der Reststoffe soll mit Lastwagen über die Walter-Gropius-Straße erfolgen. Für Christian Brink, Leiter der Wirtschaftsförderungsabteilung der Stadt, ist die Biogas-Anlage wichtig, damit Bergheim ein "Energiestandort in der Region" bleibt. "Dafür kämpfen wir schon lange."
Donnerstag, 28. Juli 2011
Von Dennis Vlaminck
Steuerzahler zahlte die Knöllchen
PRÜFUNG "Freiraum setzte Geld der Stadt nicht für Vereinszwecke ein"
Der Träger des Jugendzentrums Oberaußem, der Verein "Freiraum", hat "Vertragsverletzungen" begangen. Das hat das Rechnungsprüfungsamt (RPA) der Stadt Bergheim nach mehrmonatiger Prüfung nun festgestellt. Bereits im Februar hatte der Beigeordnete Klaus-Hermann Rössler öffentlich mitgeteilt, dass die Stadtverwaltung nicht mehr mit dem Verein zusammenarbeiten wolle. Es habe "Unkorrektheiten beim Verwendungsnachweis" gegeben. Der Vereins verwies darauf auf seine jahrelange untadelige Jugendarbeit und beteuerte, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Es gehe eher darum, "Andersdenkende aus der Stadt zu jagen", wie der stellvertretende Vorsitzende des Vereins und das SPD-Ratsmitglied Achim Brauer sagte.
Der Stadtrat wartete den RPA-Bericht nicht ab, sondern folgte der Einschätzung der Verwaltung, dass nun keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr möglich sei. Die Ratsmitglieder entschieden, die Arbeit mit dem Verein nach Auslaufen des Vertrags zum Jahresende zu beenden - die Stadt übernimmt die Trägerschaft. Das RPA, das nicht der Bürgermeisterin, sondern dem Stadtrat verantwortlich ist, bestätigte die Vertragsverletzungen, die die Verwaltung moniert hatte. So habe "Freiraum" Personal ohne Zustimmung der Verwaltung eingestellt. Die vereinbarten Öffnungsstunden des Jugendzentrums seien nicht eingehalten worden - stattdessen habe der Verein Öffnungszeiten der Realschulbücherei mit angegeben, obwohl es keinen Kooperationsvertrag gebe.
"Mehr Personal eingestellt"
Bei 16 Stunden, die das Jugendzentrum wöchentlich geöffnet habe, seien im Jahr 2009 im Schnitt über 80 Fachkraftstunden pro Woche abgerechnet worden. Es sei zwar nicht mehr Geld geltend gemacht worden, sagt Rössler. "Aber der Verein muss fachlich erklären, warum er mehr Personal eingestellt hat." Das RPA beanstandete weitere Belege, die der Verein geltend gemacht habe. So habe "Freiraum" Verwarngelder fürs Überziehen der Parkzeit abgerechnet. "Wenn ich ein Knöllchen bekomme, zahle ich das auch selbst und nicht der Steuerzahler", sagt Bürgermeisterin Maria Pfordt. Zudem habe "Freiraum" der Stadt vierstellige Kosten für einen Videoclip in Rechnung gestellt. Dabei handele es sich "eindeutig um einen Imagefilm über den Verein Freiraum und dessen unterschiedliche Aktivitäten weit über das Jugendzentrum Oberaußem hinaus", teilt die Stadt mit. Auffällig seien auch die Steigerungen beim Spritverbrauch des Juze-Fahrzeugs: über 450 Prozent von 2007 auf 2010. Abgerechnet wurde auch ein Anwaltshonorar, obwohl es um eine Beratung für die Jugendarbeit in Frechen ging. Pfordt:"Wir prüfen nun, ob der Verein mehr Geld zweckentfremdet hat."
Der Verein "Freiraum" sieht in dem Bericht eine "Ohrfeige für die Verwaltung" (Brauer). Die Verwaltung werde vom RPA aufgefordert, künftig alle Belege zeitnah zu prüfen. "Bisher ist das offenbar nicht erfolgt." Der Bericht sei hervorragend, darauf könne man aufbauen und die Jugendarbeit in Oberaußem fortsetzen. "Jeder weiß nun, was er besser machen kann." Sollte es Fehlbuchungen gegeben haben, werde es sicher Rückforderungen geben. "Das ist ein normaler Vorgang".
KOMMENTAR Zur Prüfung des Vereins "Freiraum"
Von Dennis Vlaminck
Es ist ein eindeutiges Ergebnis, auch wenn es lange auf sich hat warten lassen. Obwohl das Rechnungsprüfungsamt nur stichprobenartig untersucht hat, sind doch reichlich Belege aufgetaucht, die die Arbeit des "Freiraums" in ein schlechtes Licht rücken. Doch ob der Träger des Oberaußemer Jugendzentrums nun ein paar Knöllchen nicht bezahlt und bei der Stadt abgerechnet hat, ob er den Steuerzahler für ein kostspieliges Werbefilmchen hat blechenlassen, ist in der Debatte inzwischen fast schon nicht mehr wichtig. Denn: Das Tischtuch zwischen dem Verein auf der einen Seite sowie der Verwaltung und der großen Mehrheit des Rates auf der anderen ist schon lange zerschnitten - auch wenn Freiraum-Vorstandsmitglied Achim Brauer offenbar noch immer der Meinung ist, sein Verein könne die - unbestritten untadelige - Jugendarbeit in Oberaußem fortsetzen. Nun gilt es, wieder für ein besseres Klima im Rat und seinen Ausschüssen zu sorgen. Das war in den vergangenen Monaten viel zu oft vergiftet - immer wieder kochte das Thema "Freiraum" hoch, immer wieder gab es Gezänk zwischen SPD-Ratsherr Brauer mit der Verwaltung. Nach der Sommerpause ist es Zeit für einen besonnenen Start - auf allen Seiten.
Montag, 25. Juli 2011
Von Joachim Röhrig
Große Pläne für das Fortunabad
SPIELELAND Pächter Harry Keller will eine Million Euro investieren - Kaum Besucher am ersten Eröffnungstag
Dicke, graue Wolken kündigen den nächsten Regenguss an, das Thermometer zeigt nicht einmal 20 Grad - und weder im großen Schwimmbecken noch auf der Liegewiese ist an diesem tristen Samstagnachmittag auch nur ein einziger zahlender Badegast. Sein erster Tag als neuer privater Betreiber des Fortuna-Freibades hätte wahrlich besser laufen können. Doch Harry Keller denkt gar nicht daran, Trübsal zu blasen - im Gegenteil: Der agile Wahlkölner mit fränkischen Wurzeln sprüht vor Tatendrang:"Dass das Wetter nicht immer mitspielt, muss man einkalkulieren. Aber ich bin absolut überzeugt von meinem Projekt. Auf diesem wunderschönen Gelände wird innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre eine Freibad- und Freizeitlandschaft für jung und alt entstehen, wie sie in dieser Form bislang weit und breit noch nirgendwo findet."
Ob die ambitionierten Pläne, in die der 52-jährige mehr als eine Million Euro investieren will, tatsächlich aufgehen, bleibt abzuwarten. Fest steht immerhin, dass die Oberaussemer ihr Freibad, das die Stadt aus Kostengründen eigentlich schon für immer dicht gemacht hatte, dank Keller zumindest für den Rest des Sommers 2011 in gewohnter Form und zu zivilen Preisen weiter nutzen können. Für die nächsten Wochen und Monate, vor allem aber fürs nächste und übernächste Jahr hat sich der Investor dann ganz viel vorgenommen. Auf dem 45000-Quadratmeter-Terrain solle nach und nach ein "Freizeit- und Abenteuerpark mit attraktiven Angeboten für alle Generationen" entstehen, so Keller. Ein Bobbycar- und Dreiradparcours sowie ein "Wackelpudiing"-Spielkissen für die ganz kleinen Gäste würden schon in wenigen Wochen bereitstehen. Folgen sollen unter anderem Spielfelder für Beach-Volleyball, eine Kletterbahn, ein Hochseil-Klettergarten mit Baumhäusern, Bocciabahnen für die Älteren und Zonen, wo Kinder mit Naturmaterialien bauen und basteln können: "Es wird keinerlei Elektrospielgeräte geben. Alles ist auf Sport, Spaß, Bewegung und Kreativität ausgelegt. Gerade die jungen Besucher sollen sich hier richtig austoben können."
Becken wird zum Badeteich
Auch für das Bad hat der Investor Ideen:"Das große Becken mit der Rutsche bleibt in seiner Größe erhalten, aber ich möchte es zu einer Art Naturfreibad umbauen, das nicht wie ein Schwimmbecken, aber eher wie ein Badeteich aussieht - ähnlich, wie es das in Mettmann gibt. Um den Teich herum soll eine Strandlandschaft mit viel Sand, Schilf, Bambus, einer Beach-Bar, Hängematten, Strandkörben und ganz viel karibischem Flair entstehen." Mehrere Grillplätze und ein Biergarten runden das Vorhaben ab.
Die Eintrittspreise würden mit dem Zuwachs an Attraktionen zwar steigen, aber bezahlbar bleiben: "Ich möchte, dass Normalverdiener mehrmals im Jahr mit der ganzen Familie kommen können. Da kann ich natürlich keine Phantasiepreise machen." Geöffnet sein soll die Anlage stets von Anfang der Oster- bis zum Ende der Herbstferien. Ein Unsicherheitsfaktor sei die Frage, wie viel Geld er in die Modernisierung der bestehenden Schwimmbadtechnik stecken müsse, sagt Keller. Auch gebe es mit dem jetzigen Inhaber des Minigolfplatzes am Freibadrand, wo der Biergarten hin soll, noch keine Einigung. Doch an alldem solle sein Vorhaben nicht scheitern."Ich will das durchziehen, weil ich weiß, dass es funktionieren wird", verspricht Keller, der ausgebildeter Fitnesstrainer, Betreiber eines Sicherheitsdienstes und derzeit noch Berufssolldat ist. In Kürze wird er beim Bund pensioniert.
Freitag, 22. Juli 2011
Von Dennis Vlaminck
Die Badenden können wieder kommen
FREIZEIT Privater Investor übernimmt das Fortunabad in Oberaussem
An diesem Samstag wird es eröffnet
Das Edelstahlbecken blitzt, und das Wasser ist wieder kristallklar. Seit einigen Tagen wird die Außenanlage des Fortunabads in Oberaussem auf Hochglanz gebracht. Vor ein paar Wochen noch schwammen hier ein Müllcontainer und Plastikstühle im trüben Wasser. Weil der Stadt Bergheim das Geld fehlt, sollten sowohl dieses das Freibad als auch das Sportparkbad in diesem Sommer nicht mehr öffnen. Lediglich das Oleanderbad in Quadrath-Ichendorf wäre den Bergheimer Schwimmern geblieben, bis in fünf Jahren wie geplant ein Zentralbad öffnet.
Doch in Oberaussem sind ab Samstag, 23. Juli, 10 Uhr, wieder die Schwimmmeister im Einsatz. Investor Harry Keller macht aus dem Fortunabad das Fotunaland - zahlreiche Attraktionen wie ein Klettergarten, eine Bocciabahn oder ein Hockeyfeld sollen in Oberaussem Freizeiterlebnisse schaffen, die Menschen aus dem weiteren Umkreis anlocken. Noch fehlen die Geräte, aber in den nächsten Wochen sollen die ersten errichtet werden, darunter ein "Wackelpudding", eine Art Hüpfburg, oder auch eine Kletterbahn.
Gerade erst bestanden
Erst vor einigen Wochen fiel in den politischen Gremien die Entscheidung zugunsten des Investors, der sein Projekt eines Erlebnis- und Spielelands unter anderem schon in Duisburg vergebens angeboten hatte. Seit dem Zuschlag in Bergheim ist hinter den Kulissen emsig gewerkelt worden, um das Bad pünktlich zum Ferienbeginn öffnenzu können. Harry Keller etwa hat erst am Donnerstag eine Prüfung vor der IHK bestanden, dank derer er die Konzession für den Badbetrieb erhält. Gereinigt wurden Becken und Grünanlagen von Freunden Kellers - und von einer Gruppe Niederaussemer, die sich voriges Jahr gegen die Schließung des Fortunafreibades starkgemacht hatte und nun mitanpacken wollte. "Wir haben in der Kürze der Zeit viel geleistet", teilt Keller per Pressemitteilung mit.
"Wir standen vor der Wahl, dass das Bad entweder geschlossen bleibt oder dass wir den Bürgern ein geöffnetes Bad mit Einschränkungen anbieten - wir haben uns für die letzte Alternative entschieden", sagt Volker Mieseler, Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung. Angesichts der Tatsache, dass entgegen allen Erwartungen ein weiters Bad in Bergheim öffne, sei es zu vernachlässigen, wenn noch nicht alle Schlösser in den Spinden ausgetauscht seien.
Die Überlassung des Bads an einen Investor wird von vielen Politikern kritisch beäugt. Die Grünen etwa beklagen ein "ungutes Bauchgefühl". Die Bonität Kellers sei nicht ausreichend belegt, sagt Marianne Rzadki (Grüne). Zudem befürchte sie, dass mit dem Entschluß für das Fortunabad zugleich auch schon eine Entscheidung zugunsten eines Zentralbades an gleicher Stelle gefällt sei. Auch die SPD hat Zweifel, ob das Bad bei Keller in guten Händen ist. Man fürchte Schaden für die Stadt. "Auch wenn wir Zweifel haben", sagt Helmut Tillmanns (bma)."Aber wenn wir es nicht ausprobieren, werden wir nie erfahren, ob es eine richtige Entscheidung war."
Keller jedenfalls ist dem Vernehmen nach bisher noch nicht erfahren im Betrieb von Bädern. Er ist im Bereich von Fitness- und Ernährungstraining sowie Sicherheit tätig und soll rund 25 Mitarbeiter beschäftigen. Noch zahlt Keller laut Mieseler keine Pacht, "damit er überhaupt eine Chance hat, Gewinne zu erwirtschaften".
Das Bad soll täglich von 10 bis 20 Uhr öffnen, Frühschwimmer können es montags, mittwochs und freitags von 8 bis 10 Uhr nutzen. Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder und Jugendliche von zwei bis 16 Jahren vier Euro. Die Preise werden jedoch steigen, wenn mehr Attraktionen errichtet sind.
KOMMENTAR von Dennis Vlaminck
Zur Öffnung des Fortunabads
Glück für die Schwimmer
In der römischen Mythologie ist Fortuna die Göttin des Glücks - aus Sicht der Schwimmer, die sich nun über die Öffnung des Fortunabads in Oberaussem freuen, dürfte der Name so passend sein wie kein zweiter. Vor ein paar Wochen hätte niemand damit gerechnet, dass ab Samstag wieder Sprünge in kühle Nass möglich sind. Wie sehr die Ober- und Niederaussemer an ihrem Bad hängen, zeigt sich daran, dass sie mitanpacken, damit die Anlage öffnen kann. Doch bei diesem Schnellschuss gibt es noch einiges nachzubessern, sonst haben die Bergheimer nicht viel von ihrem guten alten Fortunabad. Denn wer hier wie gewohnt nur schwimmen und nicht auf dem Trampolin hüpfen will, wird sicher nicht bereit sein, die hohen Eintrittspreise zu bezahlen. Als Dankeschön für den dauerhaften Erlass der Pacht stünde es dem Investor gut zu Gesicht, wenn er die Möglichkeit schafft, für kleines Geld ein paar Bahnen zu ziehen.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Von Dennis Vlaminck
Ersehnter Baubeginn ist nicht in Sicht
BAHNHOFSARKADEN Investor will sich nicht auf Starttermin festlegen-Ratsmitglieder ungehalten
"Bahnhofsarkaden - Bericht des Investors über den aktuellen Sachstand". So lautete der Tagesordnungspunkt in der Ratssitzung, der von den Ratsmitgliedern mit Spannung erwartet worden war. Immerhin hatte die Investorfirma GEG Göttsch im Januar nun doch noch die frohe Botschaft verkündet, dass mit dem Elektronikmarkt Alphatec ein Ankermieter gefunden sei, wenn er auch nicht, wie erhofft, Saturn oder Mediamarkt hieß.
Technische Details
Doch statt eines Berichtes über den Stand der Vermietungen und somit über den heiß ersehnten Baubeginn des Einkaufszentrums am Bergheimer Ortseingang bekamen die Ratsmitglieder lediglich technische Details zu hören. Um etwa die Anlieferung zu ermöglichen und eine Rampe zu schaffen, müsse das Straßenneveau an der Rückseite des Gebäudes um 1,20 Meter abgesenkt werden, führte Michael Bußkamp vom Generalunternehmer Ten Brinke aus. Von Alfred Friedrich (FDP) auf den Zeitpunkt des Baubeginns angesprochen, sagte Bußkamp: "Nageln Sie mich doch nicht fest." Es seien noch nicht alle Mietverträge unterschrieben. "Uns interessiert nicht die Straßenhöhe, sondern wann das Haus endlich öffnet", sagte Hermann-Josef Falterbaum (SPD). Und Kai Faßbender (SPD) monierte, dass auch die Stadtverwaltung nicht in der Lage war, einen Zwischenstand zu geben, obwohl es doch häufige Kontakte mit dem Investor geben müsste. Johannes Hübner (CDU) versuchte dem Vortrag doch noch etwas Positives abzugewinnen, wenn auch mit einer Portion Ironie: "Wenn Sie so weit in der Detailplanung sind, können wir wohl gute Dinge sein, dass es vorangeht."
Urlaub gebucht
"Wir sind alle ungeduldig", sagte Bürgermeisterin Maria Pfordt (CDU). Der für die Vermietung zuständige Mitarbeiter der Investorfirma sei jedoch in Urlaub, den er schon vor einem halben Jahr gebucht hatte, als man nach einem gemeinsamen Termin für den Zwischenstand gesucht habe.
Kritik gab es auch am Zustand des alten Bahnhofsgebäudes. Das Haus verkomme immer mehr. Und Falterbaum äußerte die Befürchtung, dass - ähnlich wie beim Kaufland-Gebäude - die Bahnhofsarkaden später doch nicht so aussähen wie in den Plänen versprochen. "Uns wurde mal eine tolle Fassade vorgestellt", sagte Falterbaum. "Sollte es nicht so sein, dann gnade Ihnen Gott."
Der Technische Beigeordnete, Niels-Christian Schaffert, versprach, auf die Umsetzung zu achten. "Es gibt Eckdaten, die der Rat beschlossen hat. Dazu gehört unter anderem auch die Fassadengestaltung."
KOMMENTAR von Dennis Vlaminck
Über den Zwischenbericht zu den Bahnhofsarkaden
Nicht professionell
Seit Jahren schon wartet der Bergheimer Stadtrat auf die Verwirklichung der Bahnhofsarkaden, und beim Investor ist bekannt, dass die Verantwortlichen im Rathaus ungeduldig mit den Fingern auf die Tischplatte trommeln. Dass die Finanzkrise das Projekt verzögert hat, haben die Ratsmitglieder inzwischen akzeptiert. Aber wenn nach einem halben Jahr wieder ein Zwischenbericht ansteht, darf man mehr Informationen erwarten als die Maße der Lieferrampe. Die Bergheimer wollen wissen: Kommen die Arkaden nun wirklich, und wenn ja, wann? Der Investor hat es noch nicht einmal geschafft, einen Vertreter in die Ratssitzung zu schicken, der zumindest ein paar Sätze zum Vermietungsstand sagen konnte. Das ist schlicht unprofessionell und schürt wieder die Befürchtung, dass das Projekt doch noch platzt.
Diverse Artikel von / über die bma
Mittwoch, 23. November 2011
BMA-FRAKTION
Umweltfreundliche Straßenbeleuchtung
Bergheim. Bis 2015 müssen die Kommunen die Straßenlampen mit umweltfreundlicheren, aber auch teureren Leuchtmitteln versehen, etwa LED-Lampen. Stadtverordneter Berthold Schulz von der Freien Wählergemeinschaft bma hat die Stadtverwaltung gebeten, im Fachausschuss Auskunft zu geben, inwieweit die Straßenbeleuchtung im Bergheimer Stadtgebiet schon umgestellt wurde und welche Kosten für die komplette Umrüstung zu erwarten sind. Schulz möchte auch wissen, ob dazu Fördergeld beantragt wurde, und nennt ein Beispiel aus Südholstein, wo mit einer Förderung des Bundes bis zu 40 Prozent gerechnet werde.(wo)
Dienstag, 15. Februar 2011
STADION
Bälle fliegen in die Nachbarschaft
Schäden am Zaun
Bergheim-Quadrath-Ichendorf. Stark beschädigt sei der Zaun zwischen Oleanderbad und Sportplatz in Quadrath-Ichendorf, beklagt die Freie Wählergemeinschaft bma. Verursacht würden die Schäden oft durch Jugendliche, die über das Gitter kletterten, um Bälle zu holen. Die bma schlägt vor, durch einen Ballfangzaun am Kleinspielfeld Abhilfe zu schaffen. Fachbereichsleiter Volker Mießeler kündigte eine Prüfung an. "Wenn Verletzungsgefahr besteht, werden wir tätig", sagte er. Jedoch verfüge das Spielfeld bereits über einen eigenen Fangzaun.(dv)
Samstag, 4. Dezember 2010
WAHRZEICHEN
Aachener Tor ohne Fensterläden
Bergheim. Noch immer fehlen dem Aachener Tor die schwarz-gelben Fensterläden. Die Freie Wählergemeinschaft "bergheim alternativ"(bma) fordert die Stadtverwaltung auf, "den historischen sowie repräsentativen Charakter des Gebäudes" wiederherzustellen. Schließlich handele es sich um das Wahrzeichen der Stadt. Die Verwaltung hatte bereits vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass neue Läden nach der Sanierung des Tores montiert würden. Die ist jedoch aus Kostengründen aufgeschoben worden.(dv)
Samstag, 4. Dezember 2010
GEFAHRENHERD
Schlechte Sicht im Kreisverkehr
Bergheim-Quadrath-Ichendorf. Hinweisschilder behindern am Kreisverkehr an der Köln-Aachener-Straße in Höhe des Brunnens in Quadrath-Ichendorf die Sicht. Das bemängelt die Freie Wählergemeinschaft "bergheim alternativ" (bma) und fordert, den "Gefahrenherd zu beheben". Die Stadtverwaltung habe bereits eine Prüfung durch den Landesbetrieb Straßenbau veranlasst.(dv)
Mittwoch, 9. Juni 2010
HAUSHALT
Einsatz für Erhalt des Tierparks
Bergheim-Quadrath-Ichendorf. Gegen die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Schließung des Tierparks in Quadrath-Ichendorf spricht sich die Freie Wählergemeinschaft bma aus. "Der Tierpark ist kein Luxusobjekt", sagt Thomas Bittner, stellvertretender Vorsitzender der bma. "Er macht vielmehr unseren Ort bereits seit Jahrzehnten wohnenswerter und liebenswerter." Er solle weiter als Erholungsfläche erhalten bleiben und Kindern den Kontakt zur Natur ermöglichen, so die bma. Ein Förderverein könnte die Finanzierung des Tierparks ermöglichen. Die jährlichen Kosten sollen sich auf 26 000 Euro belaufen. (dv)